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Bericht von Armin Hrouda:

Eines meiner großen Saisonziele 2018 war, nach meiner Marathonpremiere letztes Jahr bim VCM 17 in Wien, auch heuer in Linz meinen zweiten Marathon zu finishen, natürlich in neuer pers. Bestzeit.
Staffel- und Halbmarathon konnte ich in Linz schon die vergangenen Jahre mehrmals positiv absolvieren, die gesamte Marathondistanz jedoch war noch offen.
Die Vorbereitung sowie die schon bestrittenen Bewerbe 2018 (immer mit neuen PB) stimmten mich sehr positiv jedoch war ich leider die Tage vor dem Marathon gesundheitlich ein wenig angeschlagen.
Eine Aktivierungs- oder Trainingseinheit war daher die gesamte letzte Woche nicht mehr möglich und ich versuchte mich zu schonen bzw. wieder fit zu werden. Am Vortag des Wettkampfs ging es mir wieder besser und ein sehr gutes Gefühl, auch in Linz die 42,195 km zu finishen, stellte sich ein.
Am Marathonsonntag ging es dann zeitig in der Früh los und wir, meine Laufkollegen Patrick, Leni und ich fanden uns schon ca. 1,5 Stunden vor dem Start in Linz ein. Alles verlief reibungslos, Parkplatzsuche, Marsch zum Bruckernhaus, Startsackerlabgabe, Aufwärmen, Startaufstellung … schon hier war trotz Anspannung der Marathonflair zu spüren!
Vorweg: der Linz Marathon ist schon der zweitgrößte Marathonbewerb in Österreich nach Wien, vor allem die ausgezeichnete Organisation sowie die Stimmung zeichnen diesen auch landschaftlich schönen Laufbewerb aus.
Bei herrlichem Sonnenschein, mit ein paar Wolken, ging es dann um 09:30 auf der VOEST Brücke mit weiteren 20.000 StarterInnen auf den Distanzen Marathon, Halbmarathon sowie Staffelmarathon los. Viertelmarathon sowie Inliner starteten schon um 08:30.
Mein gewünschtes Ziel war eine neue pers. Bestzeit zu schaffen sowie ev. unter 03:30 h zu bleiben, daher reihte ich mich beim Pacemaker von 03:29 h ein. Ob ich das Tempo von Beginn an halten konnte und auch so ins Ziel bringen würde war noch ungewiss, jedoch optimal um gleich in den richten Rhythmus sowie das Tempo zu finden.
Und los gings, ein gewaltiges Bild wenn 20.000 LäuferInnen sich in Bewegung setzen, immer umjubelt von der großartigen Zuschauerkulisse. Es war gar nicht so leicht nach dem Start dem Pacemaker zu folgen, da man sich durch die Massen an LäuferInnen, die sich leider falsch in der Aufstellung eingereiht haben (immer wieder ärgerlich), kämpfen musste. Erst nach ca. 2 km lichtete sich ein wenig das Feld und die Gruppe konnte sich nun um den Pacemaker formieren. Nun zeigte sich auch schon die Sonne mit der geballter Kraft und die Temperaturen stiegen. Bei sehr warmen Bedingungen von 15-20 Grad ging es auf den ersten Halbmarathon sehr gut voran jedoch musste ich nach ca. 16 KM die Gruppe mit dem Pacemaker ziehen lassen, leider war das Tempo doch zu hoch da ich auch auf Grund der Hitze nicht wusste ob ich mich dann für den 2. Halbmarathon verspekulieren würde. Zufrieden ging ich mit einer Zeit von 01:43 h über die 21,1 km Marke und ich startete die zweite Runde ab dem Linzer Landhaus Richtung Neue Heimat (Wasserpark). Nun wurde es ruhiger da sich nur mehr Marathon- und StaffelteilnehmerInnen auf der Strecke befanden. Die Hitze zeigte ihr Opfer und so wurden schon unzählige TeilnehmerInnen von den Rettungsteams an der Strecke versorgt. Auch ich hatte bei Kilometer 25 einen kl. Einbruch und es schwirrte der Gedanke, einfach den Marathon unter 04:00 zu finishen, in meinem Kopf herum. Jedoch auf Grund der optimalen Versorgung an den Labstellen konnte ich mich schnell erholen und spulte einen nach dem anderen Kilometer im konstanten Tempo (04:52 Schnitt) ab. Der sogenannte “Mann mit dem Hammer“ sowie ein mentaler Einbruch blieb Gott sei Dank aus, jedoch war es ab Kilometer 30 ein hartes u. heißes Rennen. Es hieß durchhalten und die Kilometer zu zählen sowie sich den gewaltigen Zieleinlauf im Kopf vorzustellen. Die Beine wurden schon schwer und die Umgebung ruhig sowie zuschauerarm, ab Kilometer 36 ging es dann Richtung Zieleinlauf, die Stimmung sowie die Zuschauermassen stiegen wieder an und das Ziel war zum Greifen nah.
Nach meinem Gefühl konnte ich eine PB schaffen (Zeit in Wien 03:43 h), eine Zeit unter 03:30 hatte ich schon abgehakt.
Der Zieleinlauf über die Landstraße Richtung Hauptplatz ab Kilometer 41-42 war Stimmung pur, die müden Beine waren nicht zu spüren und die Freude und der Genuss überwiegte.
Mit dem Ziel vor Augen und tausenden Menschen rund herum finishte ich meinen zweiten Marathon am Linzer Hauptlatz in 03:35:06 h netto, 249. Platz von 736 Startern, 47. Platz v. 100 Startern AK M30.  Müde und leer jedoch super happy und dankbar ging es dann, nach Gratulation von meiner Freundin im Zielbereich, in die Ziellabe hinter dem Linzer Rathaus. Positiv hervorzuheben, die eigene Marathonlabestelle für die Finisher der Volldistanz, mit Buffet und Finishershirt!
Gratulation an meine ULTIMA Laufkollegen Patrick, Frank, Mathias und Leni zu den beachtlichen Finisherzeiten sowie tw. PB.
Dank meinem spitzen Support Josef mit dem Rad an der Strecke sowie meiner Freundin im Zielbereich ?
Nun heißt es Füße hochlegen, regenerieren, Rennrad auf Vordermann bringen sowie langsam wieder in den Trainingsrythmus für weitere Saisonziele zu finden. Was als nächstes Event ansteht ist noch offen… in diesem Sinne #staytrained!

Für alle Mitglieder:

Bei Wettbewerben bitte auf Angabe des einheitlichen Vereinsnamen achten:

UASC Attersee West